top of page

Mein größtes Learning

Mein größtes Learning nach meinen 4 Schwangerschaften, Geburten und Wochenbetten: Je mehr ich reflektiert habe, mich mit meinen Ängsten und den gesellschaftlichen Konditionierungen auseinandergesetzt habe, umso sicherer wurde ich in mir. Um so mehr Vertrauen war da in mich, meinen Körper und mein Baby. Ich konnte endlich die Verantwortung für meine Geburt und meine Bedürfnisse übernehmen. 

Bis dahin war es ein langer Weg. Im Nachinein hätte ich jemanden gebraucht der mir wirklich zuhört, meine Anliegen ernst nimmt. Sozusagen eine Herzensbegleitung.
 

Meine Geburten

Da mich meine Schwangerschaften und Geburten sehr geprägt haben und ich unglaublich viel lernen durfte, möchte ich dich gerne mit auf meinen Weg nehmen. Denn da sind auch die Gründe warum ich mich entschieden habe Birthkeeperin/Doula zu werden. 

Für meine ersten beiden Geburten habe ich mich nicht vorbereitet, ich war in keinem Kurs und hatte auch sonst keinen Kontakt zu anderen Müttern da ich noch sehr jung war. Ich ließ alles auf mich zukommen. Einerseits gar nicht so schlecht, da ich immer erst recht spät ins Krankenhaus gegangen bin. Andererseits habe ich auf alle anderen gehört, als auf mich selbst, denn das waren ja auch die "Experten". Die Geburten waren beide spontan, jedoch mit vielen unnötigen Interventionen, wie Fruchtblase öffnen, Einlauf, CTG, Worte die zu mir gesagt wurde, usw..
Was mir am meisten im Kopf geblieben ist , als ich im Vorzimmer am CTG saß und schon starke Wehen hatte und die Hebamme auf den Zettel schaute und mir mitteilte dass meine Wehen noch nicht viel machen. Damit wurde mir mein Empfinden abgesprochen und ich war verunsichert. Natürlich war mein Gefühl richtig und ich gebar kurze Zeit danach unseren zweiten Sohn.



Als ich das dritte Mal schwanger wurde, war mir von Anfang an klar, dass ich eine Hausgeburt möchte. Ich fand zum Glück sehr schnell eine für mich passende Hebamme und bereitete mich mit ihr vor. Als wir uns viele Wochen vor der Geburt übers Wochenende auf den Weg nach Berlin machten , wussten wir noch nicht dass unsere Tochter sich viel zu früh auf den Weg machen würde. Nach einem Blasensprung kam sie in der 28+0 Woche per Kaiserschnitt in Berlin zur Welt. Es war eine herausfordernde Zeit die wir im Rückblick richtig gut gemeistert haben. 
Heute, viele Jahre später bin ich stolz über unsere enge Bindung und wie ich nach dieser Zeit alle Erlebnisse für mich verarbeiten konnte.

Was ich durch diese Erfahrung mitnehmen konnte ist, wie unglaublich wichtig ein achtsamer Umgang ist und was echte Feinfühlichkeit ausmacht. In solchen sensiblen Räumen wie der Raum der Geburt, des Wochenbetts, wiegt jedes Wort.

Meine vierte Schwangerschaft verlief gut, ich bereitete mich gut vor und plante auch diesmal eine Hausgeburt. Ab Mitte der Schwangerschaft machte ich jeden Tag Meditationen und verband mich mit mir und meinem Baby. Das war eine richtig schöne Vorbereitung und ich freute mich sehr auf die Geburt. Ich wusste was ich wollte und fühlte ein tiefes Vertrauen in mich, mein Baby und meinen Körper. 
Unsere Tochter kam bei 40+6 bei uns zu Hause auf die Welt. Zum Zeitpunkt der Geburt waren mein Mann und ich anwesend und unsere drei anderen Kinder waren im Haus, spielten mit ihrer Tante und kurz nachdem unsere Tocher geboren wurde dazu. Unsere
 tolle Hebamme kam noch vor der Plazentageburt und blieb dann eine Weile. Insgesamt war es ein wunderschönes kraftvolles Erlebnis und ich erinnere mich unglaublich gerne daran zurück.  






 

bottom of page